Mittwochstalk- Sportgerät oder Kindersatz?


TEAM GB – SPORTGERÄT ODER KINDERSATZ?

Die einen kommen in den Stall, das Pferd wird in 10 Minuten geputzt, gestriegelt und gesattelt, dann steht eine Stunde intensive Dressurarbeit auf dem Programm. Im Anschluss wird der Sportpartner kurz abgepflegt und wieder in die Box gebracht. Longieren oder ähnliches ist eher selten auf dem Tagesprogramm. In der Saison geht es am Wochenende auf ein Turnier, um die erarbeitete Leistung im Training abzufragen. 

 

Die anderen begrüßen Ihr Ein und Alles deutlich ausgiebiger, als notwendig. Das liebevoll ‚Schatz‘ oder ‚Liebling‘ genannte Pferd wird bestimmt über eine Stunde lang aufwendig geputzt, gepflegt und ‚bepuzzelt‘. Danach wird in Ruhe ein wenig geritten. 

Longieren, Spazieren gehen, Führmaschine und vieles weitere steht definitiv öfter auf dem Programm als das eigentliche Reiten. In den Urlaub fliegen kommt nicht in Frage, denn jemand anderes würde den ‚Schatz‘ nie so gut versorgen, wie man selbst. 

 

Ihr habt bestimmt beide Extreme bei Euch im Stall stehen, wir in jedem Fall ;) 

Wir würden sagen, dass beide Varianten ungesund sind, sowohl fürs Pferd als auch für den Besitzer. 

 

Thema das Pferd als Sportgerät: Unserer Meinung nach kann in diesem Fall überhaupt keine Beziehung zwischen Reiter und Pferd entstehen, die auch für den Turniersport eine entscheidende Rolle spielt. Wir würden sagen, dass es auf dem Turnier nur gut funktioniert, wenn das Pferd Vertrauen zum Reiter hat und die beiden sich sehr gut kennen. Zudem ist ein funktionierendes Management hinter dem Turnier und dem Training eines jeden Pferdes elementar. Die Abwechslung und die Arbeit um das Dressurtraining herum ist für uns deutlich wichtiger, denn die Ponys müssen stets bei guter Laune und Motivation gehalten werden, um dann auf dem Turnier bestmögliches leisten zu können. 

 

Thema das Pferd als Kindersatz: Meistens hat in dieser Konstellation das Pferd die Oberhand in der Beziehung ;) Kleine Beißereien, Zwicken oder Scharren werden dem Schatz immer verziehen (er meint das nicht so). Das Training ist deutlich uneffektiver und oftmals bekommen die Pferde in dieser Beziehung zu wenig Bewegung und sind deutlich unterfordert. Dadurch sind Krankheiten und Verletzungen vorprogrammiert, aber der Tierarzt ist ohnehin ein gern gesehener Gast. Reitpausen und Stehtage sind ebenfalls oft in diesem Fall anzutreffen, da der Besitzer der Meinung ist, das Pferd müsste sich auch mal entspannen. Ihr merkt, wir sind hier noch weniger Fan von, als von der Kategorie Sportgerät. Das Pferd wird vermenschlicht und es wird ihm eher geschadet, als dass das Pferd die Aufmerksamkeit genießt.

 

Wir würden uns zwischen diese beiden Extreme stellen: Natürlich werden unsere Ponys sportlich gefordert und ausreichend bewegt, gehen aufs Turnier und müssen sicherlich auch mal arbeiten, aber die Beziehung zu unseren Pferden ist uns genauso wichtig. Wir investieren viel Zeit in die Pflege vor und nach dem Training, sehen unsere Ponys aber immer noch als Ponys, anstatt sie zu vermenschlichen. Eine gute Erziehung ist uns sehr wichtig, denn die Pferde müssen trotz aller Liebe, den Menschen höher in der Rangordnung akzeptieren ;) 

Aber egal wie ihr es macht, vergesst nie, dass das Pferd ein Tier ist und tierische Bedürfnisse hat. Wir Menschen vergessen das sicherlich gerne mal hier und da. J

Mittwochstalk - Zeitmanagement


TEAM GB – ZEITMANAGEMENT

 

Montag Morgen, 05:30 Uhr geht der Wecker, draußen ist es noch dunkel, ungeschminkt schnell in die Reitklamotten schmeißen, 10 min Weg zum Stall, 06:30 Uhr spätestens auf Pony Nummer 1, schnell Pony Nr. 2 hinterher, 09:00 Uhr wieder zuhause, duschen, auf zur Arbeit…

 

Ja so sehen manche unserer Tage aus, was sicherlich viele Nicht-Reiter als unverständlich ansehen, ist bei so einigen Reiter der tägliche Alltag. Das Pferd kann nun mal in keine Ecke gestellt werden, wie ein Tennisschläger. Es erfordert unsere tägliche Aufmerksamkeit. Viele fragen uns immer, wie schafft ihr das Arbeiten, Schule, Reiten, Freunde unter einen Hut zu bekommen? Wird euch das nicht zu viel? 

Im heutigen Mittwochstalk geht es um das Thema Zeitmanagement im Pferde - Alltag.

 

Zuerst einmal gilt – wer viel schafft, schafft mehr!

Sprich bei uns geht der Wecker unter der Woche gerne um 05:30 Uhr. Das Gefühl morgens schon so einiges geschafft zu haben und vor der Arbeit/ Schule das Pferdeprogramm bereits erledigt zu haben, ist ein wirklich gutes Gefühl. Nach der Arbeit und nach der Schule hat man dann beispielsweise noch Zeit Freunde zu treffen, zu lernen oder sich noch anderen Hobbys zu widmen. Glaubt uns – ihr solltet dies für Euch mal ausprobieren. 

 

Natürlich gibt es Leute, die gerne früh aufstehen – und manche die sich einfach schwerer damit tun. Das ist völlig in Ordnung und sicherlich ist es nicht für jeden realisierbar vor Schule oder Arbeit reiten zu gehen. Dann verlagert man das Pferdeprogramm in die Abendstunden. Natürlich muss man gerade unter der Woche Prioritäten setzten und kann sich vielleicht unter der Woche weniger mit Freunden treffen, wenn man abends dann auch gerne mal bis 22 Uhr im Stall ist. Wir hatten immer das Glück, sehr tolerante Freunde zu haben, die unser zeitaufwendiges Hobby nachvollziehen konnten ;) Am Wochenende hat man dann natürlich mehr Zeit entspannt mit den vierbeinigen und den zweibeinigen Freunden. 

 

Generell kann man sagen, dass wenn wir uns nicht stressen, zwei Stunden pro Pony benötigen. Wenn man sich ein wenig beeilt, sind es anderthalb Stunden pro Pony. Zum Thema Zeit Sparen und wie wir am effizientesten mit dem Programm durchkommen: Optimaler Weise wird ein Pony geritten, das andere wird longiert oder hat Pause an diesem Tag. Wenn beide Ponys geritten werden, ist es am schnellsten Pony Nummer eins fertig zu machen, in die Führmaschine zu stellen, Pony Nummer zwei fertig zu machen und in die Führmaschine stellen, dann Pony Nummer eins reiten und wieder in die Maschine und dann Pony Nummer zwei reiten. So kommen wir trotz zwei Ponys in drei Stunden durch ;) 

Natürlich wird gerade unter der Woche zum Beispiel nur mit Gamaschen trainiert – am Wochenende wird das Wellnessprogramm ausgedehnt und die Bandagen rausgeholt ;)

 

Das sind unsere Tipps und Tricks zum Thema Zeitmanagement. Wir sind gespannt auf Eure Erfahrungen und Eure Tipps im Alltag!

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Team GB x Equestrian Stockholm

Kavalio Stories

Saisonauftakt 2019


Goldi und Christina starten erfolgreich in die neue Saison und können auf Anhieb die L9 auf 60m für sich entscheiden! So kann die Saison doch starten ;)

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Equitana Meet&Greet


Die Equitana in Essen war das erste Highlight des Jahres 2019. Wir haben uns sehr gefreut, Teil des Meet & Greets zu sein und viele von euch persönlich zu treffen. Wir gehen jedes Jahr seit wir klein sind auf die Equitana, umso meh freut es uns, mittlerweile ein kleiner Teil der Equitana sein zu dürfen. 

Natürlich war es dieses Jahr ganz besonders, denn Christina und Goldi hatten die Möglichkeit sich im großen Showring vor viel Publikum zu präsentieren. Anbei findet ihr noch unsere Equitana Highlights und unser Video.


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Spring / Summer Shooting Esstockholm

Turniersaison 2018


Die Turniersaison 2018 ist nun beendet und wir werfen einen Blick zurück auf ein tolles Jahr mit vielen Highlights und tollen Platzierungen! 

 

Wir sind dieses Jahr im Vergleich zu denen davor, etwas weniger Turniere geritten und haben uns etwas mehr 'Ruhe' gegönnt. So waren wir dieses Jahr auf insgesamt 17 Turnieren. 

Dabei können wir auf 21 Platzierungen zurückschauen:

7 Goldene Schleifen

3 Silberne Schleifen

4 Weiße Schleifen

                                                                                                 4 Blaue Schleifen

                                                                                                 3 weitere Schleifen

Unsere Highlight Turniere dieses Jahr waren definitiv die Bundesschau der IG Welsh, die Norderney Beachsides Classics, das Ponyfestival in Rehburg-Loccum und der Saisonabschluss mit einem Doppelsieg in der FEI in Alt-Marl!

 

Goldi konnte in seiner ersten L-Kandaren Saison auf Anhieb direkt eine gewinnen und einen zweiten Platz einholen! 

Von unseren 7 goldenen Schleifen dieses Jahres, konnte Goldi übrigens 6 auf sein Konto verbuchen :) 

Goldi und Carlotta waren 2017 die erste Turniersaison zusammen unterwegs, die beiden konnten sich mehrfach in L und L**, FEI platzieren und konnten zum Saisonabschluss zwei FEI mit über 70% gewinnen! 

 

Über den Winter werden wir nun aktiv an den Wechseln arbeiten, damit der Einstieg in die Klasse M gelingt!

Vräulein konnte sich in ihrer ersten Turniersaison überhaupt direkt in der Klasse A und auch in der Klasse L platzieren und wir sind gespannt, was die nächste Saison für sie bringt! 

Über den Winter werden wir weiter an den L-Lektionen arbeiten und diese festigen!

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