Ist Reiten Luxussport?


TEAM GB – IST REITEN LUXUSSPORT?

 

900€ für die neuen schwarzen Dressurstiefel, 450€ für den passenden schwarzen Helm, 190€ für die vierte Trainingsreithose, denn man benötigt natürlich mehrere Reithosen in unterschiedlichen Farben. Dazu kommen noch 230€ für die Winterdecke fürs Pferdchen, von den weiteren Outdoor- und Abschwitzdecken ganz zu schweigen. Die Liste könnte noch ewig so weiter gehen und jeder Außenstehende würde uns Reiter wahrscheinlich für sehr bescheuert halten. Ist Reiten Luxussport?

 

Natürlich muss es nicht der Reitstiefel für 900€ oder die Kappe für 450€ sein, aber sicherlich ist der Reitsport kein günstiges Hobby. Wenn man ein eigenes Pferd hat, sollte man monatlich min. 500-600€ rechnen und natürlich kann sich dies einfach nicht jeder leisten. 

Dennoch kann man auch mit weniger finanziellen Mitteln dem Reitsport nachgehen:

Reitbeteiligung, Pachtpferde, Schulbetrieb, Pferd zu Verfügung… Es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten unserem Lieblingshobby erschwinglich nachzugehen. Der Schulbetrieb bietet meist einen guten, flexiblen und einfachen Einstieg in den Reitsport. Wenn man reiterlich weiterkommen möchte, ist sicherlich der Umstieg auf eine Reitbeteiligung oder die Möglichkeit ein Pferd zu pachten sinnvoll. Oftmals ist dann auch eine erste Turnierteilnahme nicht ausgeschlossen. 

Reiten galt früher als äußerst elitäres Hobby. Heute würden wir sagen, dass sich jeder den Reitsport in einer gewissen Form leisten kann. 

 

Der hohe Turniersport ist jedoch weiterhin eine sehr elitäre Angelegenheit. Ohne den qualitativ hochwertigen Sportpartner an der eigenen Seite, ist man ab einer bestimmten Kategorie benachteiligt und kann oben leider nicht mehr mithalten. Als guter Reiter kann man noch so gut reiten, wenn das Pferd nicht mithalten kann, während man als schwächerer Reiter mit einem sehr guten Pferd deutlich bessere Chancen hat ;) Dies ist sicherlich in einigen Teilen nicht ganz fair, aber das teurerer Springpferd springt nun mal höher und das teurere Dressurpferd schmeißt die Beine im Mitteltrab nun mal für eine 8. Die Richter müssen dies ja irgendwie bewerten. 

 

Als Fazit würden wir sagen, Reiten kann jeder und jedes träumende kleine Mädchen sollte sich auf den Pferderücken schwingen dürfen. Der Spitzensport ist und bleibt Luxussport und ist nicht für jeden realisierbar, aber das ist auch ok so. Der Spaß sollte immer im Vordergrund stehen – egal ob man auf Turnieren reitet, im Wald oder nur Bodenarbeit macht. Uns alle verbindet die Liebe zum Pferd. 

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Accuhorsemat - Unsere Erfahrung


TEAM GB - ACCUHORSEMAT

 

Wellness, Massagen, Zusatzfutter, monatliche Osteopathie – unsere Pferde genießen sicherlich weitaus mehr Vorsorge, Führsorge und Zuwendung als so mancher Mensch ;) 

Daher haben wir ein neues Produkt getestet, um unsere Pferde bestmöglich in der täglichen Arbeit zu unterstützen: Die Accuhorsemat Decke.

 

Zunächst einmal ein paar Informationen zu dieser Decke, um die Funktion etwas besser zu verstehen: Die Accuhorsemat Decke ist eine Decke mit Akupressur Funktion, die das Pferd entspannt, erholen lässt und zudem schmerzlindernd wirkt, wenn eure Pferde beispielsweise Rückenschmerzen haben. Akupressur ist wie Akupunktur, nur das Akupressur nicht mit Nadeln arbeitet, sondern mit Druck, der die Akupunktur Punkte gleichermaßen stimuliert. Die Decke hat somit drei ‚Druckpunkte‘, die die Durchblutung fördert, die Muskeln entspannt und Endorphine freisetzt (Glückshormone). Die drei Druckstellen befinden sich beidseitig an den Schultern, am Kreuzdarmbein und auf den Hüften.

Vor allem das Kreuzdarmbein ist bei vielen Osteopathen ein gern behandelter Punkt, der bei einigen Pferden oftmals feste Muskulatur aufweist.  

Zusammengefasst fördert die Decke das allgemeine Wohlbefinden und lockert die Muskulatur, an den jeweiligen Druckstellen.

 

Ihr könnt die Decke vor oder nach dem Training verwenden, aber auch beim Transport kann sie genutzt werden. Die jeweilige Anwendung wird mit 30-45 min empfohlen. Wir haben sie bisher nur vor dem Reiten getestet, da wir den Gedanken gut finden, dass die Pferde vor dem Training bereits eine stimulierte und aktivere Muskulatur haben. Zudem haben wir die Decke auch auf dem Turnier unmittelbar vor der Prüfung eingesetzt (Vräulein war direkt 2x platziert ;) 

Wir sind in jedem Fall sehr zufrieden mit der Decke und verwenden sie bei jedem Pony circa 3x die Woche vorm Training. Die Ponys starten zufrieden und entspannt in ihre Arbeit und schwingen von Anfang an mehr über den Rücken.

Daher empfehlen wir die Decke definitiv weiter und sind auf Euren Feedback sehr gespannt J

 

Liebe Grüße,

Euer TeamGB

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Mittwochstalk - Mütter mit pferdeverrückten Töchtern


 

Mittwochs-Talk: „Mütter mit pferdeverrückten Töchtern“

Mütter mit Töchtern haben oft das gleiche Schicksal: die Mädels wollen reiten lernen und natürlich auch so bald wie möglich ein eigenes Pferd / Pony. So war es auch bei uns:

Da ich selbst seit frühester Jugend reite, konnte ich diesen Wunsch zwar gut nachvollziehen, war aber der Meinung, dass der Unterricht auf Schulpferden eine gute Grundlage sei, um einzuschätzen, ob der Wunsch nach Reiten nur eine Übergangsphase oder doch langfristig angelegt ist. Ich glaube nach wie vor, dass, wenn man das Reiten und den Umgang mit „teilweise sehr gewieften“ Schulpferden übersteht, man diesen Sport auch langfristig durchhalten wird. 

So war es auch bei uns: Caro, die trotz eines schmerzhaften Unfalls mit einem Welshpony in frühester Jugend dennoch weiterhin reiten wollte. Sie hat zunächst diverse Schulpferde geritten, bis sie groß genug war, unseren alten Trakehner mitzureiten, bevor sie mit 14 Jahren ihr erstes eigenes Pferd bekam. Christina, die mit unseren Pferden aufwuchs, wollte bereits mit drei Jahren reiten lernen, was ich für viel zu früh hielt. Aber es sollte wohl so sein: als im Kindergarten eine Anzeige: „Bambini-Reiten ab drei Jahren“ hing, haben wir uns das zunächst angeschaut und von da an bin ich mit den Mädels tatsächlich einmal die Woche   30 min lang mit Christina zum Ponyreiten gefahren. 

Als Caro schließlich ihr erstes Pferd, einen jungen Hannoveraner „Sarando“ bekam, stellte Christina mich mit ihren 8 Jahren vor die Wahl: „entweder einen Hundewelpen oder ein Pony“ … Durch Zufall wurde uns eine 3jährige hübsche - allerdings noch rohe - Ponystute angeboten, die wir dann tatsächlich kauften. Zunächst wurde sie von Caro eingeritten, was von spektakulären Flugübungen begleitet wurde, die mir als Mutter doch einige Schrecken und Zweifel an der Kindertauglichkeit eines so jungen Ponys bereiteten. Mit Liebe und Geduld gelang es tatsächlich, dass Christina mit „Daisy“ und Caro als Begleitung erfolgreich in der Führzügelklasse starten konnten. 

Sowohl Caro mit ihrem Pferd als auch Christina mit ihrem Pony schnupperten so ihre erste Turnierluft und damit begann für uns alle ein neuer Lebensabschnitt - und mein Nebenjob als „TT“: ungezählte Wochenenden mit zwei aufgeregten Töchtern und manchmal auch nervösen Pferden / Ponys auf regionalen und später überregionalen Turnieren. 

Als Christina zwangsläufig größer wurde und Daisy leider zu klein blieb, kam ein neues Pony in die Familie: „Goldi“, mit dem es sogar zu größeren Übernachtungsturnieren, wie Bundeschampionaten bis zu internationalen Prüfungen ging. Unser PKW und der Pferdeanhänger waren immer derart bepackt, als würden wir 2 Wochen mit 5 Personen nach Südfrankreich zum Campen fahren - aber meist waren es nur 3 Tage irgendwo in Deutschland. Auch wenn solche Turniere oft stressig sind und gute Nerven vom „Begleitpersonal“ erfordern, so machen sie doch am meisten Spaß und man lernt Orte und Gegenden kennen, von denen man vorher noch nie gehört hat …  

Resümee: Als Mutter reitender Töchter braucht man insbesondere Organisationstalent, hohe Flexibilität, Einfühlungsvermögen, viel Geduld, Coach-Qualitäten, Butler-Befähigungen, Handy-, Kamera- und Social Media Kenntnisse sowie vor allem gute Nerven … 

In diesem Sinn wünsche ich allen Müttern und Töchtern eine erfolgreiche Saison im kommenden Jahr!  LG SGB

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Mittwochstalk- Sportgerät oder Kindersatz?


TEAM GB – SPORTGERÄT ODER KINDERSATZ?

Die einen kommen in den Stall, das Pferd wird in 10 Minuten geputzt, gestriegelt und gesattelt, dann steht eine Stunde intensive Dressurarbeit auf dem Programm. Im Anschluss wird der Sportpartner kurz abgepflegt und wieder in die Box gebracht. Longieren oder ähnliches ist eher selten auf dem Tagesprogramm. In der Saison geht es am Wochenende auf ein Turnier, um die erarbeitete Leistung im Training abzufragen. 

 

Die anderen begrüßen Ihr Ein und Alles deutlich ausgiebiger, als notwendig. Das liebevoll ‚Schatz‘ oder ‚Liebling‘ genannte Pferd wird bestimmt über eine Stunde lang aufwendig geputzt, gepflegt und ‚bepuzzelt‘. Danach wird in Ruhe ein wenig geritten. 

Longieren, Spazieren gehen, Führmaschine und vieles weitere steht definitiv öfter auf dem Programm als das eigentliche Reiten. In den Urlaub fliegen kommt nicht in Frage, denn jemand anderes würde den ‚Schatz‘ nie so gut versorgen, wie man selbst. 

 

Ihr habt bestimmt beide Extreme bei Euch im Stall stehen, wir in jedem Fall ;) 

Wir würden sagen, dass beide Varianten ungesund sind, sowohl fürs Pferd als auch für den Besitzer. 

 

Thema das Pferd als Sportgerät: Unserer Meinung nach kann in diesem Fall überhaupt keine Beziehung zwischen Reiter und Pferd entstehen, die auch für den Turniersport eine entscheidende Rolle spielt. Wir würden sagen, dass es auf dem Turnier nur gut funktioniert, wenn das Pferd Vertrauen zum Reiter hat und die beiden sich sehr gut kennen. Zudem ist ein funktionierendes Management hinter dem Turnier und dem Training eines jeden Pferdes elementar. Die Abwechslung und die Arbeit um das Dressurtraining herum ist für uns deutlich wichtiger, denn die Ponys müssen stets bei guter Laune und Motivation gehalten werden, um dann auf dem Turnier bestmögliches leisten zu können. 

 

Thema das Pferd als Kindersatz: Meistens hat in dieser Konstellation das Pferd die Oberhand in der Beziehung ;) Kleine Beißereien, Zwicken oder Scharren werden dem Schatz immer verziehen (er meint das nicht so). Das Training ist deutlich uneffektiver und oftmals bekommen die Pferde in dieser Beziehung zu wenig Bewegung und sind deutlich unterfordert. Dadurch sind Krankheiten und Verletzungen vorprogrammiert, aber der Tierarzt ist ohnehin ein gern gesehener Gast. Reitpausen und Stehtage sind ebenfalls oft in diesem Fall anzutreffen, da der Besitzer der Meinung ist, das Pferd müsste sich auch mal entspannen. Ihr merkt, wir sind hier noch weniger Fan von, als von der Kategorie Sportgerät. Das Pferd wird vermenschlicht und es wird ihm eher geschadet, als dass das Pferd die Aufmerksamkeit genießt.

 

Wir würden uns zwischen diese beiden Extreme stellen: Natürlich werden unsere Ponys sportlich gefordert und ausreichend bewegt, gehen aufs Turnier und müssen sicherlich auch mal arbeiten, aber die Beziehung zu unseren Pferden ist uns genauso wichtig. Wir investieren viel Zeit in die Pflege vor und nach dem Training, sehen unsere Ponys aber immer noch als Ponys, anstatt sie zu vermenschlichen. Eine gute Erziehung ist uns sehr wichtig, denn die Pferde müssen trotz aller Liebe, den Menschen höher in der Rangordnung akzeptieren ;) 

Aber egal wie ihr es macht, vergesst nie, dass das Pferd ein Tier ist und tierische Bedürfnisse hat. Wir Menschen vergessen das sicherlich gerne mal hier und da. J

Mittwochstalk - Zeitmanagement


TEAM GB – ZEITMANAGEMENT

 

Montag Morgen, 05:30 Uhr geht der Wecker, draußen ist es noch dunkel, ungeschminkt schnell in die Reitklamotten schmeißen, 10 min Weg zum Stall, 06:30 Uhr spätestens auf Pony Nummer 1, schnell Pony Nr. 2 hinterher, 09:00 Uhr wieder zuhause, duschen, auf zur Arbeit…

 

Ja so sehen manche unserer Tage aus, was sicherlich viele Nicht-Reiter als unverständlich ansehen, ist bei so einigen Reiter der tägliche Alltag. Das Pferd kann nun mal in keine Ecke gestellt werden, wie ein Tennisschläger. Es erfordert unsere tägliche Aufmerksamkeit. Viele fragen uns immer, wie schafft ihr das Arbeiten, Schule, Reiten, Freunde unter einen Hut zu bekommen? Wird euch das nicht zu viel? 

Im heutigen Mittwochstalk geht es um das Thema Zeitmanagement im Pferde - Alltag.

 

Zuerst einmal gilt – wer viel schafft, schafft mehr!

Sprich bei uns geht der Wecker unter der Woche gerne um 05:30 Uhr. Das Gefühl morgens schon so einiges geschafft zu haben und vor der Arbeit/ Schule das Pferdeprogramm bereits erledigt zu haben, ist ein wirklich gutes Gefühl. Nach der Arbeit und nach der Schule hat man dann beispielsweise noch Zeit Freunde zu treffen, zu lernen oder sich noch anderen Hobbys zu widmen. Glaubt uns – ihr solltet dies für Euch mal ausprobieren. 

 

Natürlich gibt es Leute, die gerne früh aufstehen – und manche die sich einfach schwerer damit tun. Das ist völlig in Ordnung und sicherlich ist es nicht für jeden realisierbar vor Schule oder Arbeit reiten zu gehen. Dann verlagert man das Pferdeprogramm in die Abendstunden. Natürlich muss man gerade unter der Woche Prioritäten setzten und kann sich vielleicht unter der Woche weniger mit Freunden treffen, wenn man abends dann auch gerne mal bis 22 Uhr im Stall ist. Wir hatten immer das Glück, sehr tolerante Freunde zu haben, die unser zeitaufwendiges Hobby nachvollziehen konnten ;) Am Wochenende hat man dann natürlich mehr Zeit entspannt mit den vierbeinigen und den zweibeinigen Freunden. 

 

Generell kann man sagen, dass wenn wir uns nicht stressen, zwei Stunden pro Pony benötigen. Wenn man sich ein wenig beeilt, sind es anderthalb Stunden pro Pony. Zum Thema Zeit Sparen und wie wir am effizientesten mit dem Programm durchkommen: Optimaler Weise wird ein Pony geritten, das andere wird longiert oder hat Pause an diesem Tag. Wenn beide Ponys geritten werden, ist es am schnellsten Pony Nummer eins fertig zu machen, in die Führmaschine zu stellen, Pony Nummer zwei fertig zu machen und in die Führmaschine stellen, dann Pony Nummer eins reiten und wieder in die Maschine und dann Pony Nummer zwei reiten. So kommen wir trotz zwei Ponys in drei Stunden durch ;) 

Natürlich wird gerade unter der Woche zum Beispiel nur mit Gamaschen trainiert – am Wochenende wird das Wellnessprogramm ausgedehnt und die Bandagen rausgeholt ;)

 

Das sind unsere Tipps und Tricks zum Thema Zeitmanagement. Wir sind gespannt auf Eure Erfahrungen und Eure Tipps im Alltag!

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Team GB x Equestrian Stockholm

Kavalio Stories

Saisonauftakt 2019


Goldi und Christina starten erfolgreich in die neue Saison und können auf Anhieb die L9 auf 60m für sich entscheiden! So kann die Saison doch starten ;)

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Ist Reiten Luxussport?


TEAM GB – IST REITEN LUXUSSPORT?

 

900€ für die neuen schwarzen Dressurstiefel, 450€ für den passenden schwarzen Helm, 190€ für die vierte Trainingsreithose, denn man benötigt natürlich mehrere Reithosen in unterschiedlichen Farben. Dazu kommen noch 230€ für die Winterdecke fürs Pferdchen, von den weiteren Outdoor- und Abschwitzdecken ganz zu schweigen. Die Liste könnte noch ewig so weiter gehen und jeder Außenstehende würde uns Reiter wahrscheinlich für sehr bescheuert halten. Ist Reiten Luxussport?

 

Natürlich muss es nicht der Reitstiefel für 900€ oder die Kappe für 450€ sein, aber sicherlich ist der Reitsport kein günstiges Hobby. Wenn man ein eigenes Pferd hat, sollte man monatlich min. 500-600€ rechnen und natürlich kann sich dies einfach nicht jeder leisten. 

Dennoch kann man auch mit weniger finanziellen Mitteln dem Reitsport nachgehen:

Reitbeteiligung, Pachtpferde, Schulbetrieb, Pferd zu Verfügung… Es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten unserem Lieblingshobby erschwinglich nachzugehen. Der Schulbetrieb bietet meist einen guten, flexiblen und einfachen Einstieg in den Reitsport. Wenn man reiterlich weiterkommen möchte, ist sicherlich der Umstieg auf eine Reitbeteiligung oder die Möglichkeit ein Pferd zu pachten sinnvoll. Oftmals ist dann auch eine erste Turnierteilnahme nicht ausgeschlossen. 

Reiten galt früher als äußerst elitäres Hobby. Heute würden wir sagen, dass sich jeder den Reitsport in einer gewissen Form leisten kann. 

 

Der hohe Turniersport ist jedoch weiterhin eine sehr elitäre Angelegenheit. Ohne den qualitativ hochwertigen Sportpartner an der eigenen Seite, ist man ab einer bestimmten Kategorie benachteiligt und kann oben leider nicht mehr mithalten. Als guter Reiter kann man noch so gut reiten, wenn das Pferd nicht mithalten kann, während man als schwächerer Reiter mit einem sehr guten Pferd deutlich bessere Chancen hat ;) Dies ist sicherlich in einigen Teilen nicht ganz fair, aber das teurerer Springpferd springt nun mal höher und das teurere Dressurpferd schmeißt die Beine im Mitteltrab nun mal für eine 8. Die Richter müssen dies ja irgendwie bewerten. 

 

Als Fazit würden wir sagen, Reiten kann jeder und jedes träumende kleine Mädchen sollte sich auf den Pferderücken schwingen dürfen. Der Spitzensport ist und bleibt Luxussport und ist nicht für jeden realisierbar, aber das ist auch ok so. Der Spaß sollte immer im Vordergrund stehen – egal ob man auf Turnieren reitet, im Wald oder nur Bodenarbeit macht. Uns alle verbindet die Liebe zum Pferd. 

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Accuhorsemat - Unsere Erfahrung


TEAM GB - ACCUHORSEMAT

 

Wellness, Massagen, Zusatzfutter, monatliche Osteopathie – unsere Pferde genießen sicherlich weitaus mehr Vorsorge, Führsorge und Zuwendung als so mancher Mensch ;) 

Daher haben wir ein neues Produkt getestet, um unsere Pferde bestmöglich in der täglichen Arbeit zu unterstützen: Die Accuhorsemat Decke.

 

Zunächst einmal ein paar Informationen zu dieser Decke, um die Funktion etwas besser zu verstehen: Die Accuhorsemat Decke ist eine Decke mit Akupressur Funktion, die das Pferd entspannt, erholen lässt und zudem schmerzlindernd wirkt, wenn eure Pferde beispielsweise Rückenschmerzen haben. Akupressur ist wie Akupunktur, nur das Akupressur nicht mit Nadeln arbeitet, sondern mit Druck, der die Akupunktur Punkte gleichermaßen stimuliert. Die Decke hat somit drei ‚Druckpunkte‘, die die Durchblutung fördert, die Muskeln entspannt und Endorphine freisetzt (Glückshormone). Die drei Druckstellen befinden sich beidseitig an den Schultern, am Kreuzdarmbein und auf den Hüften.

Vor allem das Kreuzdarmbein ist bei vielen Osteopathen ein gern behandelter Punkt, der bei einigen Pferden oftmals feste Muskulatur aufweist.  

Zusammengefasst fördert die Decke das allgemeine Wohlbefinden und lockert die Muskulatur, an den jeweiligen Druckstellen.

 

Ihr könnt die Decke vor oder nach dem Training verwenden, aber auch beim Transport kann sie genutzt werden. Die jeweilige Anwendung wird mit 30-45 min empfohlen. Wir haben sie bisher nur vor dem Reiten getestet, da wir den Gedanken gut finden, dass die Pferde vor dem Training bereits eine stimulierte und aktivere Muskulatur haben. Zudem haben wir die Decke auch auf dem Turnier unmittelbar vor der Prüfung eingesetzt (Vräulein war direkt 2x platziert ;) 

Wir sind in jedem Fall sehr zufrieden mit der Decke und verwenden sie bei jedem Pony circa 3x die Woche vorm Training. Die Ponys starten zufrieden und entspannt in ihre Arbeit und schwingen von Anfang an mehr über den Rücken.

Daher empfehlen wir die Decke definitiv weiter und sind auf Euren Feedback sehr gespannt J

 

Liebe Grüße,

Euer TeamGB

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Mittwochstalk - Mütter mit pferdeverrückten Töchtern


 

Mittwochs-Talk: „Mütter mit pferdeverrückten Töchtern“

Mütter mit Töchtern haben oft das gleiche Schicksal: die Mädels wollen reiten lernen und natürlich auch so bald wie möglich ein eigenes Pferd / Pony. So war es auch bei uns:

Da ich selbst seit frühester Jugend reite, konnte ich diesen Wunsch zwar gut nachvollziehen, war aber der Meinung, dass der Unterricht auf Schulpferden eine gute Grundlage sei, um einzuschätzen, ob der Wunsch nach Reiten nur eine Übergangsphase oder doch langfristig angelegt ist. Ich glaube nach wie vor, dass, wenn man das Reiten und den Umgang mit „teilweise sehr gewieften“ Schulpferden übersteht, man diesen Sport auch langfristig durchhalten wird. 

So war es auch bei uns: Caro, die trotz eines schmerzhaften Unfalls mit einem Welshpony in frühester Jugend dennoch weiterhin reiten wollte. Sie hat zunächst diverse Schulpferde geritten, bis sie groß genug war, unseren alten Trakehner mitzureiten, bevor sie mit 14 Jahren ihr erstes eigenes Pferd bekam. Christina, die mit unseren Pferden aufwuchs, wollte bereits mit drei Jahren reiten lernen, was ich für viel zu früh hielt. Aber es sollte wohl so sein: als im Kindergarten eine Anzeige: „Bambini-Reiten ab drei Jahren“ hing, haben wir uns das zunächst angeschaut und von da an bin ich mit den Mädels tatsächlich einmal die Woche   30 min lang mit Christina zum Ponyreiten gefahren. 

Als Caro schließlich ihr erstes Pferd, einen jungen Hannoveraner „Sarando“ bekam, stellte Christina mich mit ihren 8 Jahren vor die Wahl: „entweder einen Hundewelpen oder ein Pony“ … Durch Zufall wurde uns eine 3jährige hübsche - allerdings noch rohe - Ponystute angeboten, die wir dann tatsächlich kauften. Zunächst wurde sie von Caro eingeritten, was von spektakulären Flugübungen begleitet wurde, die mir als Mutter doch einige Schrecken und Zweifel an der Kindertauglichkeit eines so jungen Ponys bereiteten. Mit Liebe und Geduld gelang es tatsächlich, dass Christina mit „Daisy“ und Caro als Begleitung erfolgreich in der Führzügelklasse starten konnten. 

Sowohl Caro mit ihrem Pferd als auch Christina mit ihrem Pony schnupperten so ihre erste Turnierluft und damit begann für uns alle ein neuer Lebensabschnitt - und mein Nebenjob als „TT“: ungezählte Wochenenden mit zwei aufgeregten Töchtern und manchmal auch nervösen Pferden / Ponys auf regionalen und später überregionalen Turnieren. 

Als Christina zwangsläufig größer wurde und Daisy leider zu klein blieb, kam ein neues Pony in die Familie: „Goldi“, mit dem es sogar zu größeren Übernachtungsturnieren, wie Bundeschampionaten bis zu internationalen Prüfungen ging. Unser PKW und der Pferdeanhänger waren immer derart bepackt, als würden wir 2 Wochen mit 5 Personen nach Südfrankreich zum Campen fahren - aber meist waren es nur 3 Tage irgendwo in Deutschland. Auch wenn solche Turniere oft stressig sind und gute Nerven vom „Begleitpersonal“ erfordern, so machen sie doch am meisten Spaß und man lernt Orte und Gegenden kennen, von denen man vorher noch nie gehört hat …  

Resümee: Als Mutter reitender Töchter braucht man insbesondere Organisationstalent, hohe Flexibilität, Einfühlungsvermögen, viel Geduld, Coach-Qualitäten, Butler-Befähigungen, Handy-, Kamera- und Social Media Kenntnisse sowie vor allem gute Nerven … 

In diesem Sinn wünsche ich allen Müttern und Töchtern eine erfolgreiche Saison im kommenden Jahr!  LG SGB

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Mittwochstalk- Sportgerät oder Kindersatz?


TEAM GB – SPORTGERÄT ODER KINDERSATZ?

Die einen kommen in den Stall, das Pferd wird in 10 Minuten geputzt, gestriegelt und gesattelt, dann steht eine Stunde intensive Dressurarbeit auf dem Programm. Im Anschluss wird der Sportpartner kurz abgepflegt und wieder in die Box gebracht. Longieren oder ähnliches ist eher selten auf dem Tagesprogramm. In der Saison geht es am Wochenende auf ein Turnier, um die erarbeitete Leistung im Training abzufragen. 

 

Die anderen begrüßen Ihr Ein und Alles deutlich ausgiebiger, als notwendig. Das liebevoll ‚Schatz‘ oder ‚Liebling‘ genannte Pferd wird bestimmt über eine Stunde lang aufwendig geputzt, gepflegt und ‚bepuzzelt‘. Danach wird in Ruhe ein wenig geritten. 

Longieren, Spazieren gehen, Führmaschine und vieles weitere steht definitiv öfter auf dem Programm als das eigentliche Reiten. In den Urlaub fliegen kommt nicht in Frage, denn jemand anderes würde den ‚Schatz‘ nie so gut versorgen, wie man selbst. 

 

Ihr habt bestimmt beide Extreme bei Euch im Stall stehen, wir in jedem Fall ;) 

Wir würden sagen, dass beide Varianten ungesund sind, sowohl fürs Pferd als auch für den Besitzer. 

 

Thema das Pferd als Sportgerät: Unserer Meinung nach kann in diesem Fall überhaupt keine Beziehung zwischen Reiter und Pferd entstehen, die auch für den Turniersport eine entscheidende Rolle spielt. Wir würden sagen, dass es auf dem Turnier nur gut funktioniert, wenn das Pferd Vertrauen zum Reiter hat und die beiden sich sehr gut kennen. Zudem ist ein funktionierendes Management hinter dem Turnier und dem Training eines jeden Pferdes elementar. Die Abwechslung und die Arbeit um das Dressurtraining herum ist für uns deutlich wichtiger, denn die Ponys müssen stets bei guter Laune und Motivation gehalten werden, um dann auf dem Turnier bestmögliches leisten zu können. 

 

Thema das Pferd als Kindersatz: Meistens hat in dieser Konstellation das Pferd die Oberhand in der Beziehung ;) Kleine Beißereien, Zwicken oder Scharren werden dem Schatz immer verziehen (er meint das nicht so). Das Training ist deutlich uneffektiver und oftmals bekommen die Pferde in dieser Beziehung zu wenig Bewegung und sind deutlich unterfordert. Dadurch sind Krankheiten und Verletzungen vorprogrammiert, aber der Tierarzt ist ohnehin ein gern gesehener Gast. Reitpausen und Stehtage sind ebenfalls oft in diesem Fall anzutreffen, da der Besitzer der Meinung ist, das Pferd müsste sich auch mal entspannen. Ihr merkt, wir sind hier noch weniger Fan von, als von der Kategorie Sportgerät. Das Pferd wird vermenschlicht und es wird ihm eher geschadet, als dass das Pferd die Aufmerksamkeit genießt.

 

Wir würden uns zwischen diese beiden Extreme stellen: Natürlich werden unsere Ponys sportlich gefordert und ausreichend bewegt, gehen aufs Turnier und müssen sicherlich auch mal arbeiten, aber die Beziehung zu unseren Pferden ist uns genauso wichtig. Wir investieren viel Zeit in die Pflege vor und nach dem Training, sehen unsere Ponys aber immer noch als Ponys, anstatt sie zu vermenschlichen. Eine gute Erziehung ist uns sehr wichtig, denn die Pferde müssen trotz aller Liebe, den Menschen höher in der Rangordnung akzeptieren ;) 

Aber egal wie ihr es macht, vergesst nie, dass das Pferd ein Tier ist und tierische Bedürfnisse hat. Wir Menschen vergessen das sicherlich gerne mal hier und da. J

Mittwochstalk - Zeitmanagement


TEAM GB – ZEITMANAGEMENT

 

Montag Morgen, 05:30 Uhr geht der Wecker, draußen ist es noch dunkel, ungeschminkt schnell in die Reitklamotten schmeißen, 10 min Weg zum Stall, 06:30 Uhr spätestens auf Pony Nummer 1, schnell Pony Nr. 2 hinterher, 09:00 Uhr wieder zuhause, duschen, auf zur Arbeit…

 

Ja so sehen manche unserer Tage aus, was sicherlich viele Nicht-Reiter als unverständlich ansehen, ist bei so einigen Reiter der tägliche Alltag. Das Pferd kann nun mal in keine Ecke gestellt werden, wie ein Tennisschläger. Es erfordert unsere tägliche Aufmerksamkeit. Viele fragen uns immer, wie schafft ihr das Arbeiten, Schule, Reiten, Freunde unter einen Hut zu bekommen? Wird euch das nicht zu viel? 

Im heutigen Mittwochstalk geht es um das Thema Zeitmanagement im Pferde - Alltag.

 

Zuerst einmal gilt – wer viel schafft, schafft mehr!

Sprich bei uns geht der Wecker unter der Woche gerne um 05:30 Uhr. Das Gefühl morgens schon so einiges geschafft zu haben und vor der Arbeit/ Schule das Pferdeprogramm bereits erledigt zu haben, ist ein wirklich gutes Gefühl. Nach der Arbeit und nach der Schule hat man dann beispielsweise noch Zeit Freunde zu treffen, zu lernen oder sich noch anderen Hobbys zu widmen. Glaubt uns – ihr solltet dies für Euch mal ausprobieren. 

 

Natürlich gibt es Leute, die gerne früh aufstehen – und manche die sich einfach schwerer damit tun. Das ist völlig in Ordnung und sicherlich ist es nicht für jeden realisierbar vor Schule oder Arbeit reiten zu gehen. Dann verlagert man das Pferdeprogramm in die Abendstunden. Natürlich muss man gerade unter der Woche Prioritäten setzten und kann sich vielleicht unter der Woche weniger mit Freunden treffen, wenn man abends dann auch gerne mal bis 22 Uhr im Stall ist. Wir hatten immer das Glück, sehr tolerante Freunde zu haben, die unser zeitaufwendiges Hobby nachvollziehen konnten ;) Am Wochenende hat man dann natürlich mehr Zeit entspannt mit den vierbeinigen und den zweibeinigen Freunden. 

 

Generell kann man sagen, dass wenn wir uns nicht stressen, zwei Stunden pro Pony benötigen. Wenn man sich ein wenig beeilt, sind es anderthalb Stunden pro Pony. Zum Thema Zeit Sparen und wie wir am effizientesten mit dem Programm durchkommen: Optimaler Weise wird ein Pony geritten, das andere wird longiert oder hat Pause an diesem Tag. Wenn beide Ponys geritten werden, ist es am schnellsten Pony Nummer eins fertig zu machen, in die Führmaschine zu stellen, Pony Nummer zwei fertig zu machen und in die Führmaschine stellen, dann Pony Nummer eins reiten und wieder in die Maschine und dann Pony Nummer zwei reiten. So kommen wir trotz zwei Ponys in drei Stunden durch ;) 

Natürlich wird gerade unter der Woche zum Beispiel nur mit Gamaschen trainiert – am Wochenende wird das Wellnessprogramm ausgedehnt und die Bandagen rausgeholt ;)

 

Das sind unsere Tipps und Tricks zum Thema Zeitmanagement. Wir sind gespannt auf Eure Erfahrungen und Eure Tipps im Alltag!

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Team GB x Equestrian Stockholm

Kavalio Stories

Saisonauftakt 2019


Goldi und Christina starten erfolgreich in die neue Saison und können auf Anhieb die L9 auf 60m für sich entscheiden! So kann die Saison doch starten ;)

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